Internationale Phishing-Bande ausgehoben
In einer gemeinsamen Aktion haben US-amerikanische und rumänische Behörden einen international organisierten Ring von Kartenbetrügern zerschlagen.
Nach einer Meldung der amerikanischen Bundespolizei (FBI) seien insgesamt 38 Personen in zwei unterschiedlichen Fällen in den Bundesstaaten Kalifornien und Connecticut des Bankbetrugs beschuldigt. Neun Personen seien demzufolge im kalifornischen Los Angeles verhaftet worden und eine nicht genauer benannte Anzahl werde von den rumänischen Behörden verfolgt. Zu dem cyberkriminellen Ring haben neben amerikanischen und rumänischen Staatsbürgern auch Angehörige weiterer Staaten wie Kambodscha, Mexiko, Pakistan und Vietnam gehört.
Die rumänischen Bandenmitglieder sollen mit Hilfe von gefälschten Bankwebseiten sowie mehr als 1,3 Millionen Spam-Mails Tausende Kredit- und Bankkartendaten ergaunert haben. Diese seien an ihre amerikanischen Komplizen weitergegeben worden, um damit gefälschte Karten herzustellen. Nach einem Test mit kleineren Beträgen seien die funktionierenden Karten dann für das Abheben großer Summen an ausgekundschafteten Automaten benutzt worden, die besonders hohe Maximalbeträge zulassen. Der Ring soll laut FBI-Meldung auch noch in Kanada, Pakistan und Portugal operiert haben.